Rügen
2005 Manfred Felsch – Krefelderstraße 17 – 10555 Berlin
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Ein Wintermärchen (Fotoreportage von Manfred Felsch)

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Ein Wintermärchen

Der Winter auf Rügen ist wie ein dicker, träger Bär, der sich nicht so recht entscheiden kann, seinen Winterschlaf zu beenden. Besonders dann, wenn man denkt, dass der Vorfrühling schon vor der Tür steht, kann es durchaus vorkommen, dass es richtig kräftig anfängt zu schneien und Rügen in ein weißes Wintermärchen verwandelt wird. Eine Verwandlung, mit der so alle vier bis fünf Jahre zu rechnen ist. Dann besinnt sich der träge Bär, lieber doch in seiner jetzt weißen Höhle zu verweilen. – Wie Anfang März 2005, als es fast drei Tage ohne Unterbrechung kräftig weiß flockte und der Winter fest in weißer Hand war. – Anfang März 2005 waren wir auf Rügen, und staunten nicht schlecht …

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Ein Wintermärchen

Im Winter auf Rügen muss man immer schön aufpassen, besonders wenn der Bär sich wieder in seine Höhle verkriecht. Das gilt nicht nur wenn man mit Sommerreifen unterwegs ist und plötzliche Schneeverwehungen die Fahrt über die Insel zum echten Abenteuer werden lassen. Auch Spaziergänge entlang der Steilküste wollen wohl überlegt sein. Die Kreidefelsen sind wie ein großer poröser Schwamm, der sich gerne mit Wasser voll saugt. Frost und Wärme sind böse Begleiter. Dieses Jahr rutschten die Wissower Klinken ab, ein Spaziergang endete tödlich und ein Stück von einem Höhenwanderweg brach ein. – Also immer schön aufpassen.

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Der Winter auf Rügen ist immer wieder malerisch entrückt. Dafür sorgt auch die Sonne, die auf der Insel besonders häufig scheint. Was für ein Schauspiel, wenn sich ihre Strahlen in frostigen Eiszapfen brechen und der Schnee glitzernd funkelt. Wenn das der träge Bär wüsste. Sofort würde er sein Winterlager räumen, um sich seinen Pelz vom honigfarbenen Winterlicht verwöhnen zu lassen.

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